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Unter diesen Sternen

Genre: Drama

 

Inspiration: ein Lied von Uniklubi 

Unter diesen Sternen sitze ich und warte auf dich.

Oder bist du es, der auf mich wartet?

Schaust du zu mir, jetzt in diesem Moment? Denkst du an mich, genauso, wie ich jetzt an dich denke? Jetzt und auch meine restliche Zeit lang… ich denke immer an dich.

Wenn ich schlafe, stehst du vor mir, lächelst mich an. Stehst einfach nur da und lächelst. Der ganze Traum besteht für mich aus diesem Bild.

Du stehst direkt vor mir, doch ich kann dich nicht berühren, kann dich nicht erreichen, so sehr ich mich auch bemühe.

Und dann wache ich weinend auf, habe die Hände nach oben ausgestreckt… zu dir…

Doch ich kann dich nicht erreichen, du bist zu weit weg.

Dann drehe ich mich auf die Seite und sehe aus dem Fenster hinaus, in den Sternenhimmel.

Siehst du mich manchmal, wie ich zu dir hinauf schaue? Kannst du meine Hände sehen, die ich nach dir ausstrecke? Warum ergreifst du sie nicht, holst mich nicht zu dir?

Ich will bei dir sein, ich komme hier nicht mehr ohne dich klar.

Ich vermisse dich so sehr!

Warum bist du gegangen und ein Stern geworden? Warum nur?

Warum du? Warum muss ich jetzt hier unten allein sein und tausende von Tränen um dich vergießen?

Ich kann nicht mehr normal leben, es funktioniert einfach nicht mehr.

Ich habe verlernt, morgens aufzustehen, habe vergessen, wozu man etwas isst und trinkt, weiß nicht mehr, wie das mit dem Lächeln funktioniert.

Das alles konnte ich nur mit dir zusammen.

Jetzt liege ich hier, im Dunkeln, beobachte dich durch mein Fenster.

Ich habe das Bett umgestellt. Es steht jetzt direkt unter dem Fenster, sodass ich immer zu dir hinauf sehen kann, wenn mich die Sehnsucht wieder einmal übermannt hat und ich nur noch weinend daliegen und an dich denken kann.

Ich hasse es, wenn die Sonne aufgeht.

Denn sie vertreibt dich. Dann bist du nicht mehr zu sehen, wenn der Himmel blau ist.

Tagsüber ziehe ich die Vorhänge zu, versuche, zu schlafen.

Erst wenn es dunkel wird, wage ich es wieder, hinauszuschauen. Da bist du wieder, siehst zu mir hinab, lächelst mich an?

Willst du mir Mut machen? Wofür denn? Was soll ich denn noch schaffen?

Ich schaff es doch kaum noch, aus dem Bett zu steigen!

Ich schau nur immer zu dir hinauf, während ich warte.

Ich warte auf dich, dass du mich zu dir holst. Doch du kommst nicht, du bleibst da in der Ferne und lässt mich hier allein.

Siehst du nicht, dass ich es nicht allein schaffe, dir zu folgen? Dafür bin ich viel zu schwach…

Etwas Warmes, Weiches stupst gegen meinen Arm.

Zittrig wandert meine Hand über das samtige Fell von meiner Katze.

Sie sieht mich mit großen bernsteinfarbenen Augen an.

Kannst du dich erinnern, als wir sie gefunden haben? Als sie allein und verloren als kleines Katzenbaby, mutterlos am Straßenrand gelegen hatte?

Wie wir sie aufgepäppelt haben, ihr ein Zuhause gegeben haben. Sie hat das Haus nie wieder verlassen, denn sie fürchtet sich vor den Menschen.

Weißt du, ich glaube sie ist der Grund dafür, dass ich dir nicht folgen kann.

Sie braucht mich doch, wer würde ihr sonst jeden Tag etwas zu Essen hinstellen?

Es ist das einzige, was mich noch aus dem Bett bewegt: den kleinen pinken Futternapf, den du ihr mal zu Weihnachten gekauft hast, zu füllen, damit sie nicht verhungert.

Wenn sie aufgefressen hat, kommt sie zu mir und wir liegen zusammen da und schauen zu dir hinauf.

Ich glaube, sie vermisst dich auch. Auch wenn du sie so oft angeschrien hast, wenn sie ihre Haare auf deiner wertvollen Kleidung zurückgelassen hat.

Sie hat dich auch geliebt und ich denke, sie tut es immer noch. Genauso, wie ich.

Ich liebe dich so sehr.

Wir werden wir dir beide folgen.

Irgendwann werden wir zu dir kommen. Zur gleichen Zeit.

Wenn ich mich zuerst auf den Weg zu dir mache, wird sie mir folgen müssen.

Und wenn sie zuerst geht, werde ich ihr sofort nachgehen, denn dann hält mich hier nichts mehr.

Sie ist meine letzte Hoffnung.

Eine Hoffnung, die mich bis zu dem Tag, an dem wir wieder zusammen sein werden, am Leben hält.

Die mich dazu zwingt, zu leben.

Ich verbringe meine Zeit unter diesen Sternen und weiß, dass unsere Liebe uns schlussendlich wieder zusammenführen wird. Sie ist die heißeste Lava, die uns trägt und selbst das kälteste Eisen zum glühen bringt.

Denn wir gehören zusammen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir das wieder sind.

Solange sehe ich durch dieses Fenster zu dir hinauf, weiß, dass du ebenfalls zu mir siehst, dass auch du weißt, dass ich zu dir kommen werde, dass du nicht weinst. Weil du stark bist und weißt, dass ich noch leben muss.

Und dann, wenn ich damit fertig bin, sehen wir uns wieder…

Dann sind wir beide Sterne…

13.10.10 15:15

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